Elster

Vorkommen:

überall das ganze Jahr, in Schwärmen und solo

Merkmale:        

schwarzweißer, kontrastreicher Vogel, kleiner als die Nebelkrähe, aber ein viel längerer Schwanz, der gespreizt eine längliche Rautenform hat und metallisch blaugrün schimmert, Kopf, Nacken, Brust und Rücken tief schwarz glänzend, Bauch weiß, weiße Flügelenden mit schwarzen Spitzen, weißer Schulterstreifen (sehr schön im Flug im Gegenlicht zu sehen)

Begegnungen:

So wie der Fuchs für Schlauheit steht und der Bär für Gelassenheit wird der Elster gerne der Diebstahl angehängt. Es gibt sogar eine Oper von Rossini mit diesem Vorwurf (Die diebische Elster -La grazza ladra). Hintergrund ist, dass in den Nestern von Elstern immer wieder Schmuck gefunden wurde. Angeblich wird der Vogel durch das Glitzern dazu bewegt, die Kostbarkeiten zu entwenden. Grundsätzlich kann das natürlich eine wahre Legende sein, aber ich habe in der heutigen Zeit so meine Zweifel. Um Schmuck zu klauen, muss eine Elster sich in die Nähe von Menschen begeben. Und die Elstern in unserer Region gehören zu den scheusten Vögeln überhaupt. Ich finde sie farblich sehr attraktiv und hätte gerne ein paar schärfere Fotos. Doch in dem Moment, wo ich eine Elster sehe (und sei sie noch so weit weg), sieht sie mich auch und fliegt davon. Darum ist meine Fotoauswahl begrenzt.

 

Außer im Winter, in dem Elstern in ziemlich großen Schwärmen auftreten, sehe ich sie meistens als Einzelgänger. Sie haben eine schlanke Figur, und ihr langer, rautenförmiger Schwanz macht es mir leicht, sie im Flug zu erkennen.

Sie spektakeln auch gerne mal herum und zanken sich mit anderen Vögeln (dazu habe ich eine nette Comic-Foto-Strecke mit einem Sperber, sehenswert!), aber in der Wintergruppe oder im Herbst auf den abgeernteten Feldern sind sie gesellig und mischen sich unter alle möglichen anderen Rabenvögel.

In unserem Wald gibt es keine Elstern, nur an der Wiese zum See. Sehr selten fliegt eine Elster in der Nähe meines Hauses, doch dann bemerke ich sie sofort. Sie ist nämlich ein Nesträuber, und weil bei uns in den Bäumen viele Vögel brüten, sucht sie nach Beute. Doch die Vogeleltern der anderen Arten sind wachsam und furchtlos und verteidigen Gelege und Brut lautstark und aggressiv. Das ist nicht zu überhören, und so entdecke ich dann auch die seltenen Gäste.