Grünspecht

Vorkommen:    in „meinem“ Wald, am See, am Pfefferfließ, Glauer Tal, ganzjährig

Merkmale:        

etwa so groß wie der Buntspecht, heller Bauch und grüner Rücken (in der Sonne kräftig grün), rote Kopfplatte, die sich bis ins Genick zieht, roter Bartstreifen (schwarz eingefasst) nur beim Männchen, Weibchen ohne roten Streifen. Schwanz schwarz-weiß quer gestreift, ruft „kü-kü-kü-kü-kü“, auch beim Fliegen, sitzt besonders gerne auf exponierten Stellen, dann auch ziemlich lange

Nahrungsverhalten:     

ich habe ihn noch nie an Bäumen hacken sehen, aber ich denke, er frisst wie die anderen Spechte gerne Insekten

Begegnungen:

Diese Sorte lebt definitiv seit Jahren in unserer Nähe. Und sie fliegt ab und zu durch den Luftraum unseres Gartens. Ich habe das Männchen schon mehrfach gesehen und in einem Frühjahr auch das Weibchen, das es angelockt hatte. Ein Foto ist mir noch nie gelungen. Aber mit dem Fernglas konnte ich in vergangenen Jahren alle Zweifel beseitigen. Es gab da nämlich einen Vogelruf, der so laut und einzigartig war, dass ich unbedingt herausfinden musste, welcher Vogel dahinter steckte.

 

Der Grünsprecht ist leider nicht immer leuchtend grün und darum im Wald nicht leicht auszumachen.Seine Flugbahnen sind wie die des Buntspechtes wellenförmig, aber es braucht schon ein geübtes Auge, um die Spechtarten im Flug zu unterscheiden. Da aber der Grünspecht so schön und laut ruft (auch beim Fliegen), kann ich ihn inzwischen zweifelsfrei identifizieren.

Mein erstes Foto gelang mir bei einem Besuch im Wildpark „Glauer Tal“, als ich einen Grünspecht fotografierte, der an einem Stromleitungspfahl saß. Ich hatte ihn gehört und am Flug erkannt. Leider ist das Foto ähnlich unscharf wie das, was ich vom Schwarzspecht habe. Aber es war immerhin ein Foto, und weil ich es originell finde, darf es auf der Homepage bleiben.

Ich haderte lange mit meinem Schicksal, denn irgendwie machte sich dieser Vogel rar. Doch völlig unverhofft landete ein Exemplar in „meinem“ Wald direkt auf dem Baum vor mir und ließ mich ein paar Fotos machen. Später gelangen mir dann am Fließ immer mal wieder nette Bilder. Der Grünspecht kann auch mal stillhalten. Und in der Sonne leuchtet er wirklich sehr farbenfroh.

Im Winter habe ich noch nie Grünspechte bei uns gesehen, nur ein Mal im Februar am Fließ. Das muss aber nichts heißen, denn „geklopft“ wird bei uns im Wald das ganze Jahr, und der Klopfer ist selten zu sehen. In meinem schlauen Vogelbuch steht zwar, wie sich das Hämmern der verschiedenen Spechte unterscheidet, aber die Angaben kann ich nicht vom schriftlichen ins akustische übersetzen. Außerdem interessiert die Vögel nicht, was in meinem Buch steht, und sie halten sich nicht unbedingt daran. Bei uns im Wald klopft irgendwie jeder, wie er will, und im Frühling besonders kräftig. Ich verstehe das! Den Grünspecht habe ich aber, im Gegensatz zum Bunt- und Schwarzspecht noch nie beim Klopfen erwischt.

Bilder vom Grünspecht im März. Vermutlich ruft er nach einem Weibchen.

 

Bei uns im Wald und am See leben wenige Grünspechte, aber sie tauchen immer mal wieder auf. Ich sehe sie regelmäßig und höre sie oft, aber mir gelingen selten Bilder. Meistens ist der Vogel zu scheu oder zu weit weg. Dass ein Exemplar im November an der großen Wiese in einer Birke so lange still hielt war Zufall. Ein paar Bilder wurden sehr schön, trotz der vielen störenden Zweige. Das Beste will ich zeigen, weil so lange nichts vom Grünspecht liefern konnte.

Im November 2018 entdeckte ich den Grünspecht mal wieder am Fließ. Das Exemplar wirkte ziemlich klein, und die Federn waren nicht wirklich gut „gebürstet“. Diese Fotos haben eher künstlerischen Wert. Damit haben sie sich einen Platz auf meiner Seite verdient.