Weidenmeise

Vorkommen:   

in meinem Garten, am Seddiner, am Pfefferfließ und anderswo, ganzjährig

Merkmale:        

hellgrauer, kleiner Vogel mit blassgelbem Bauch, weißer Kopf mit schwarzer Kappe, die sich bis in den Rücken zieht, und schwarzes Dreieck unter dem Schnabel bis zum Bauch (ähnlich Kohl- und Tannenmeise), aber kein schwarzes Halsband, schwarzer, kurzer Schnabel und dunkle Füße, typischer lauter Ruf „Tschisch-Tscheck“, sehr akrobatisch und hektisch

Nahrungsverhalten:     

keine Ahnung, was dieser Vogel im Sommer frisst, im Winter bedient er sich an den Futterstellen und bevorzugt Sonnenblumenkerne

Begegnungen:

Ich kenne diesen Vogel, seit ich mein Haus mit Garten im Wald habe. Er ist nicht in großer Zahl vertreten, aber er taucht regelmäßig bei uns auf. Er ist ziemlich hell und hat eine süße schwarze Kappe und ein schwarzes Kinn. Ähnlich wie bei der Kohlmeise, sehe ich ihn meistens einzeln oder in Gesellschaft anderer Meisen. Er ist kein scheuer Vogel und besonders gierig nach Sonnenblumenkernen. Im dem Herbst, als ich meine ersten Sonnenblumenköpfe an der Terrasse für die Vögel auf hing, war er der häufigste Gast. Auch im Winter zog er meine Futterquelle den Knödeln und Futterhäuschen immer vor. Ich habe bestimmt 500 Fotos nur von Weidenmeisen aus meinem Garten. Aber ich habe ihn auch schon in der Ufervegetation am See gesehen, an der großen Wiese, in den Elbauen und am Pfefferfließ. Er ist weit verbreitet.

 

Es gibt eine Meisenart, die der Weidenmeise unglaublich ähnlich ist. Nur geschulte Vogelkundler können die Vögel unterscheiden, und zwar am Gesang und daran, ob die schwarze Kopfplatte glänzt oder matt ist. Ich habe wirklich alle Bilder auf alle Merkmale überprüft – aber ich kann einfach nicht sicher sagen, ob das Köpfchen glitzert oder nicht. Auch gesanglich finde ich keine typische Übereinstimmung mit den Vorgaben aus meinem Buch. Ich hielt es also lange Zeit für möglich, dass mein verrückter Freund eigentlich eine Sumpfmeise ist. Nur haben wir hier in der Gegend gar keinen Sumpf, dafür aber reichlich Weiden. Aber dass der Namenszusatz nicht unbedingt ein typisches Attribut eines Vogels ist, wissen wir ja spätestens seit dem Wintergoldhähnchen. Erst als ich mal eine Sumpfmeise traf und singen hörte, war ich mir sicher.